Anschlagsfehler



Beinstellungen, die einen ungünstigen Körperschwerpunkt erzeugen ( Bild 8 und 9 ):

Der in Bild 8 gezeigte Anschlag läßt einen nach hinten verlagerten Anschlag erkennen. Der Körperschwerpunkt ist in Richtung rechter Fuß verschoben, was gleichzeitig einen stärkere Belastung des rechten Fußes zur Folge hat. Um dieser Verlagerung entgegenzuwirken, wird der Oberkörper in vorderen Bereich nach vorn geneigt. Ungekehrt ist es beim Anschlag in Bild 9., der Schwerpunkt ist extrem auf dem linken Fuß verlagert und der rechte Fuß wird kaum belastet. Das bewirkt ein schlechtes Standgefühl und der Anschlag muß stärker mit Muskelkraft gehalten werden. Besonders im Bereich des linken Beines, im Gesäß- und Hüftbereich treten Spannungen auf.

Die extreme Hohlkreuzstellung ( Bild 10 ):

Der Oberkörper wird in einem großen Maße nach links verlagert. Dabei treten große Spannungen im Oberschenkel- und Rückenbereich auf. Außerdem kann diese Haltung zu starken Oberkörperschwankungen führen.

Die aufgedrehte Oberkörperhaltung ( Bild 11 ):

Der Schütze dreht den Anschlag im Hüftbereich auf, als Folge entsteht eine ständige Linksdrift mit zum Teil extremen seitlichen Fehlschüßen. Der Oberkörper weißt eine starke Hohlkreuzstellung und einen hohen rechten Arm auf. Dieser hohe Arm bewirkt eine hochgezogene Schulter, welche sich beim Schuß lösen kann und dadurch Hochschüße provoziert.

Die extreme Oberkörperrücklage

Der Schütze verlagert dabei seinen Oberkörper extrem nach hinten und das „Zusammensacken“ orientiert sich nicht mehr auf den Stützarm, sondern auf die rechte Schulter. Auf Grund von Dehnungsprozessen wandert der Nullpunkt immer höher, was sich beim Schützen in Höhenproblemen äußert. Es kommt zu Spannungen im unteren Anschlag und zu negativen Auswirkungen auf die Stabilität.